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"Große Geister" spuken am Wiener Graben
Freitag, 20. Mai 2011, 10:32 Uhr
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AKTUELLES
DÜRFEN BIS NOVEMBER BLEIBEN
Sie stehen herum, sind aus Metall und - wie der Name schon sagt - gar nicht klein: Auf dem Wiener Graben sind ab sofort "Große Geister" zu Gast. Die vier rund 2,5 Meter großen Figuren aus Bronze stammen vom deutschen Künstler Thomas Schütte. Gezeigt werden die fantastischen Gesellen im Rahmen der Initiative "Kunst im öffentlichen Raum Wien" (KÖR). Sie dürfen bis 2. November bleiben.

Die Skulpturen sollen an die Ikonographie (=wissenschaftliche Methode der Kunstgeschichte) von Fantasiegestalten aus der Comic- und Science-Fiction-Welt bzw. an archaische (=altertümliche) Bildwelten von Monstern, Bestien und Dämonen erinnern, heißt es im Pressetext. Tatsächlich erinnern die Geister entfernt an die Sternenkrieger aus dem Star-Wars-Universum - wobei sie unbewaffnet sind und trotz ihrer Monumentalität eher hilflos wirken.

Laut Kurator Erwin Wurm ist es längst überfällig, dass Thomas Schütte in Wien präsentiert wird. Die Arbeiten des in Düsseldorf lebenden Künstlers reichen von Zeichnungen, Druckgrafiken, Malerei, Objekten bis hin zu Skulpturen. Schütte hat bei Gerhard Richter studiert, war mehrmals Teilnehmer der documenta in Kassel und wurde 2005 mit dem Goldenen Löwen der Biennale in Venedig ausgezeichnet.


documenta = weltweit größte Ausstellung zeitgenössischer Kunst und das älteste Museum Europas

(APA)
Foto: APA
Video: APA

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