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Wiener Opernball: Erste Schritte der Debütanten
Dienstag, 31. Jänner 2012, 09:51 Uhr
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AKTUELLES
OPERNBALL AM 16. FEBRUAR 2012
Für die Debütanten (=Neulinge, Anfänger) des Wiener Opernballes ist es am Sonntag ernst geworden.
Bei einer ersten Probe in der Tanzschule Svabek übten 56 der insgesamt 160 Paare das erste Mal die Eröffnungschoreographie für das Fest am 16. Februar.

Roman Svabek, Leiter der Opernballeröffnung: "Also die Debütanten dieses Jahr sind sehr gut. Linkswalzer funktioniert perfekt, wir werden auch mit dem Walzer ein neues Bild zeichnen und ich freu mich schon darauf."

Diesem Lob für die Debütanten kann sich auch Ismet Özdek anschließen - er ist heuer für die Choreographie verantwortlich.

Ismet Özdek: "Für das erste Mal, fürs Probieren, war ich selbst überrascht, dass es so gut funktioniert. Wenn man die Skizzen macht, die Platzierung, die Nummerierung und dann geht man nach den Nummern - hier hat man aber plötzlich Menschen, die sich dazu bewegen sollen. Das was wir am Blatt gedreht und gewendet haben, funktioniert dann plötzlich. Das war echt cool."

Der Plan des Meisters für die Eröffnung: Die Paare bilden ein lebendes, tanzendes Gemälde.
Wobei es heuer besonders der Mittelteil in sich hat: "Der schwierigste Teil ist natürlich in der Mitte: dass diese Diagonale entsteht, dass man auf den Takt genau, dass man auf die Linie genau geht und das ist genau das Schwierige. Solange alles am Platz passiert, ist alles bestens, aber sobald irgendwelche Verschiebungen kommen, wird es schwierig - das ist das Schöne an der Choreographie, dass es zu einer anderen Bewegung kommt als man es bis jetzt erlebt hat. In dieser Form wurde noch nie choreographiert. Das ist das erste Mal, aber es funktioniert. Man kann sich ruhig trauen."

Die Gestaltung der Opernballeröffnung ist für alle Verantwortlichen eine enorme Herausforderung.

Svabek: "Eine gute Opernballchoreographie ist relativ einfach, aber doch kompliziert. Das heißt: einfach von den Schritten her, aber ein aufregendes neues Bild."

Einfach und doch raffiniert - und die zusätzliche Herausforderung: Die Gestaltung wird von einem Millionenpublikum verfolgt und im Gegensatz zu anderen Choreographien auch von einer Deckenkamera gefilmt.

Svabek: "Also es ist der einzige Ball, wo wirklich für alle Dimensionen choreographiert werden muss, weil wir haben von oben Zuschauer, wir haben die Deckenkamera und wir haben vom Parkett (=Tanzfläche) Zuschauer. Das muss alles einfließen, so dass jeder ein Bild sieht. Ein neues Bild."

Doch trotz aller Herausforderungen, die Debütanten nehmen es gelassen... noch

Manuela Strubreither, Debütantin: "Also die Schritte sind keine Herausforderung. Ich glaube, die Herausforderung kommt dann im großen Saal, mit verschiedenen Bildern, um das hinzubekommen."

Nikolaus Kleemann, Debütant: "Die Choreographie ist so gut wie fertig und dementsprechend blicken wir einer frohen Ballnacht entgegen. Wir haben jetzt noch ein intensives Probenwochenende vor uns, kurz vor dem Opernball und dann die Generalprobe schon in der Staatsoper im großen Saal - also es sieht derweil schon gut aus."

Und wie es dann im Ballsaal aussieht, davon können sich die Zuschauer selbst ein Bild machen: am 16. Februar beim Wiener Opernball.

(APA)
Foto: APA
Video: APA

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