Die Ärzte des Wiener Allgemeinen Krankenhauses steigen wegen drohender Budgetkürzungen auf die Barrikaden.
In einer Betriebsversammlung beschlossen die Mediziner die Abhaltung von Protestkundgebungen, die nächste am kommenden Dienstag im Eingangsbereich des riesigen Spitals.
Die Kosten für das medizinische Personal trägt die Medizin-Universität. Wissenschaftsminister Töchterle möchte jedoch auch die Stadt Wien in die Pflicht nehmen. Diese ist derzeit nur für die Kosten des Pflege- und Erhaltungspersonals zuständig.
Wien hat dem Ministerium aber bereits eine Absage erteilt: Man sei nicht bereit, hier einzuspringen. Im Rathaus wurde darauf verwiesen, dass die Medizinische Universität derzeit lediglich 15 Prozent zum AKH-Budget beitrage. Der Rest werde von der Stadt bzw. vom Gesundheitsfonds finanziert, hieß es.
Ärztekammer-Vizepräsident Szekeres malte ein düsteres Bild der Zukunft des AKH.
Thomas Szekeres: "Diese Reduktion des Personals, des medizinischen Personals und damit verbunden die massiven Reduktionen der Leistungen sind für uns nicht nachvollziehbar und machen auch wirtschaftlich keinen Sinn, weil die Betriebskosten weiterlaufen. In Wirklichkeit wird das AKH teurer anstatt billiger und es werden weniger Leistungen erbracht."
Der Vorstand der Kinder- und Jugendklinik, Arnold Pollak, blies in dasselbe Horn: "...es muss einen Vollbetrieb im AKH geben und das halten wir für ganz ganz wichtig - nicht nur in der Verantwortung gegenüber dem Patienten, sondern natürlich wir haben auch auszubilden, wir haben vor allen Dingen auch die Studierenden. Es geht nicht an, dass wir keine Zeit mehr haben und die Studenten müssen auf die Straße gehen, weil sie ihr Medizinstudium nicht absolvieren können."
Michael Gnang, AKH-Chirurg: "Aber wenn wir in dieser Weise gar um 15 oder mehr Prozent reduzieren, dann muss uns halt jemand auch dazu sagen: was sollen wir nicht mehr machen. Es kann nicht sein, weil in der seit Jahren schwellenden Diskussion zwischen Bund und Gemeinde man sich nicht einigen kann, was geschehen soll, dass jetzt dann der junge Facharzt in der Nacht auf die Schultern gelegt bekommt, wenn er fortschickt, weil er sagt: ja mein Rektor oder meine Stadträtin oder mein Wissenschaftsminister will nicht mehr, dass sie behandelt werden, gehen Sie woanders hin."
Es bleibt im Sinne der Patienten zu hoffen, dass sich die Stadt Wien und die Bundesregierung rechtzeitig über die Frage der Finanzierung einigen können.
In einer Betriebsversammlung beschlossen die Mediziner die Abhaltung von Protestkundgebungen, die nächste am kommenden Dienstag im Eingangsbereich des riesigen Spitals.
Die Kosten für das medizinische Personal trägt die Medizin-Universität. Wissenschaftsminister Töchterle möchte jedoch auch die Stadt Wien in die Pflicht nehmen. Diese ist derzeit nur für die Kosten des Pflege- und Erhaltungspersonals zuständig.
Wien hat dem Ministerium aber bereits eine Absage erteilt: Man sei nicht bereit, hier einzuspringen. Im Rathaus wurde darauf verwiesen, dass die Medizinische Universität derzeit lediglich 15 Prozent zum AKH-Budget beitrage. Der Rest werde von der Stadt bzw. vom Gesundheitsfonds finanziert, hieß es.
Ärztekammer-Vizepräsident Szekeres malte ein düsteres Bild der Zukunft des AKH.
Thomas Szekeres: "Diese Reduktion des Personals, des medizinischen Personals und damit verbunden die massiven Reduktionen der Leistungen sind für uns nicht nachvollziehbar und machen auch wirtschaftlich keinen Sinn, weil die Betriebskosten weiterlaufen. In Wirklichkeit wird das AKH teurer anstatt billiger und es werden weniger Leistungen erbracht."
Der Vorstand der Kinder- und Jugendklinik, Arnold Pollak, blies in dasselbe Horn: "...es muss einen Vollbetrieb im AKH geben und das halten wir für ganz ganz wichtig - nicht nur in der Verantwortung gegenüber dem Patienten, sondern natürlich wir haben auch auszubilden, wir haben vor allen Dingen auch die Studierenden. Es geht nicht an, dass wir keine Zeit mehr haben und die Studenten müssen auf die Straße gehen, weil sie ihr Medizinstudium nicht absolvieren können."
Michael Gnang, AKH-Chirurg: "Aber wenn wir in dieser Weise gar um 15 oder mehr Prozent reduzieren, dann muss uns halt jemand auch dazu sagen: was sollen wir nicht mehr machen. Es kann nicht sein, weil in der seit Jahren schwellenden Diskussion zwischen Bund und Gemeinde man sich nicht einigen kann, was geschehen soll, dass jetzt dann der junge Facharzt in der Nacht auf die Schultern gelegt bekommt, wenn er fortschickt, weil er sagt: ja mein Rektor oder meine Stadträtin oder mein Wissenschaftsminister will nicht mehr, dass sie behandelt werden, gehen Sie woanders hin."
Es bleibt im Sinne der Patienten zu hoffen, dass sich die Stadt Wien und die Bundesregierung rechtzeitig über die Frage der Finanzierung einigen können.
(APA)
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