In der Online-Ausgabe von derStandard.at erschien gestern ein Artikel über den gehörlosen Lehrling Tolga Korkmaz. Der 18-jährige arbeitet in der Marienapotheke im sechsten Wiener Gemeindebezirk und ist dort nicht der erste gehörlose Apothekerlehrling in Wien.
Die Inhaberin der Marienapotheke Karin Simonitsch stellte 2007 bereits David Iberer ein, der aufgrund einer Fehlmedikation während der Schwangerschaft seiner Mutter ohne ausgebildeten Hörnerv zur Welt kam. Obwohl es in der Berufsschule besonders schwer für ihn war, schaffte er im Jahr 2010 seine Lehrabschlussprüfung. Er wurde somit der erste gehörlose pharmazeutisch-kaufmännische Assistent in der Geschichte der österreichschen Pharmazie.
Mit der Einstellung von Iberer wurden die MitarbeiterInnen der Apotheke in Gebärdensprache unterrichtet. Für manche war das natürlich eine Umstellung. Es war ungewohnt Dinge zuerst herzuzeigen und danach den Hintergrund zu erklären.
Seit Korkmaz nun auch in der Apotheke arbeitet, unterstützen sich die beiden jungen Männer gegenseitig. KundInnenkontakt haben die gehörlosen Mitarbeiter jedoch selten. Simonitsch würde sich dafür mehr gehörlose KundInnen wünsche, damit Iberer und Korkmaz auch praktische Erfahrungen sammeln könnten. Auf der anderen Seite könnten gehörlose Menschen ihre Probleme und Bedürfnisse ohne DolmetscherIn übermitteln.
Beim Link weiter unten gelangt man auf den vollständigen Artikel auf derStandard.at.
Die Inhaberin der Marienapotheke Karin Simonitsch stellte 2007 bereits David Iberer ein, der aufgrund einer Fehlmedikation während der Schwangerschaft seiner Mutter ohne ausgebildeten Hörnerv zur Welt kam. Obwohl es in der Berufsschule besonders schwer für ihn war, schaffte er im Jahr 2010 seine Lehrabschlussprüfung. Er wurde somit der erste gehörlose pharmazeutisch-kaufmännische Assistent in der Geschichte der österreichschen Pharmazie.
Mit der Einstellung von Iberer wurden die MitarbeiterInnen der Apotheke in Gebärdensprache unterrichtet. Für manche war das natürlich eine Umstellung. Es war ungewohnt Dinge zuerst herzuzeigen und danach den Hintergrund zu erklären.
Seit Korkmaz nun auch in der Apotheke arbeitet, unterstützen sich die beiden jungen Männer gegenseitig. KundInnenkontakt haben die gehörlosen Mitarbeiter jedoch selten. Simonitsch würde sich dafür mehr gehörlose KundInnen wünsche, damit Iberer und Korkmaz auch praktische Erfahrungen sammeln könnten. Auf der anderen Seite könnten gehörlose Menschen ihre Probleme und Bedürfnisse ohne DolmetscherIn übermitteln.
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(cg)
Foto: derStandard.at/Blei
Video: Gebärdenwelt
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