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Diskussionsveranstaltung "Chance Ausbildung. Chance Zukunft."
Mittwoch, 7. Dezember 2011, 09:25 Uhr
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AKTUELLES
CHANCENGLEICHHEIT FÜR ALLE MENSCHEN

Foto: www.bbwien.at
Foto: Prof. Dr. Jan Van Arkel (Leiter Lebenswelten der Barmherzigen Brüder), Mag. Barbara Zinka (Direktorin der Pflegeakademie der Barmherzigen Brüder), Dr. Maria Bruckmüller (Lebenshilfe Österreich) und Dr. Reinhard Pichler (Gesamtleiter Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien)


Am 2. Dezember fand im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien die Veranstaltung "Chance Ausbildung. Chance Zukunft." statt. Es war eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Medizin, Ausbildung und Beruf für Menschen mit individuellem, spezifischem Bedarf.

Es gab zwei Diskussionsrunden, wobei die zweite Runde speziell das Thema Ausbildung für gehörlose Menschen behandelte. Florian Gravogl, Obmann des WITAF stellt fest, dass der WITAF in diesem Bereich eine Vorreiterrolle habe und an dem Projekt WITAF-Arbeitsassistenz für Gehörlose von 1997 stark beteiligt war.

Die ExpertInnen der Diskussionsrunde meinten, dass die Berufsausbildung für gehörlose Menschen erste Erfolge mache, jedoch eine Chancengleichheit noch lange nicht erreicht ist. Derzeit erhalten fünf gehörlose Frauen an der Pflegeakademie der Barmherzigen Brüder in Wien eine hochqualitative Ausbildung im Gesundheitswesen und machen eine Ausbildung zur Pflegehelferin - Gebärdenwelt hat darüber berichtet.

Andrea Schmon, Landesstellenleiterin Wien, meinte: "Durch die Österreichische Gebärdensprache und vor allem durch den vermehrten Einsatz von GebärdensprachdolmetscherInnen gelingt es gehörlosen Menschen heute leichter, eine Höherqualifizierung zu erreichen und für Hörbehinderte nicht traditionelle Berufe zu ergreifen. Das Bundessozialamt finanziert die Ausbildung für die fünf gehörlosen Frauen zur
Pflegehelferin und wir hoffen, dass diesem Vorzeigeprojekt noch weitere folgen werden."

Sozialminister Hundstorfer bedanke sich in seinem Schlusswort bei den Behinderteneinrichtungen und NROs (=Nicht-Regierungs-Organisationen) für ihren Einsatz und bat auch um weitere Unterstützung und Zusammenarbeit, um die Behindertenpolitik in die Zukunft führen zu können.

(cg)
Foto: www.bbwien.at
Video: www.bbwien.at

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