EINE DEMONSTRATION MIT ÜBER 10.000 TEILNEHMERINNEN FAND MIT ÖGS-DOLMETSCHUNG STATT
Die Proteste der StudentInnen nahmen am Mittwochabend ihren Höhepunkt: es wurde zu einer Großdemonstration gegen die katastrophalen Zustände an den Österreichischen Hochschulen aufgerufen. Doch mit einem so großen Ansturm haben selbst die OrganisatorInnen nicht gerechnet. Der Audimax - Wiens größter Hörsaal - war bald zum Platzen voll. Um 17 Uhr bewegte sich dann die Masse über den Ring, durch die Innenstadt, vorbei am Wissenschaftsministerium und wieder zurück zur Uni.
Bemerkenswert dabei: Unter den DemonstrantInnen waren nicht nur Studierende. Viele Menschen aus anderen Gesellschaftsschichten unterstützten die Forderungen, die insgeheim die Frage nach einer gerechten Umverteilung im Staat stellen.
Zum ersten Mal wurde außerdem die Demo komplett in ÖGS übersetzt. Vertreten durch den VÖGS erschienen viele gehörlose Studierende, aber auch gehörlose Nicht-Studis unterstützten die Proteste. Bei der tatsächlichen Demo durch die Straßen war der VÖGS dann schon bald ganz vorne; noch vor dem ersten Transparent [=Tuch, Stoff mit Grund der Demo].
Der Dolmetscher Ferdinand Leszecz und die Dolmetscherin Andrea Rohrauer leisteten unglaublich gute Arbeit und sogar Parolen wie: "Wessen Uni - unsere Uni" und andere wurden gedolmetscht. Aber natürlich haben sich die Gehörlosen nicht versteckt: einige trugen mit anderen, hörenden, das erste und wichtigste Transparent. Dann wurde mitten auf der Straße eine kleine spontane Rede über die Situation der gehörlosen Studierenden abgehalten und viele Anwesenden haben wahrscheinlich ihre erste Gebärde gelernt: Gemeinsam lernte man die "Widerstand"- Gebärde. Plötzlich gab es tausende Menschen, die nicht nur "Widerstand" gegen schlechte Zustände schrien, sondern auch dazu gebärdeten.
Schließlich fand eine Abschlusskundgebung auf einer Bühne statt, in der Barbara Hager und David Dawei Ni auf beeindruckende Art und Weise auf die Missstände auf den Unis hinwiesen. Noch nie war die Österreichische Gebärdensprache so präsent in der Frage der Bildung wie gestern. Danke an alle, die dort waren!
Bemerkenswert dabei: Unter den DemonstrantInnen waren nicht nur Studierende. Viele Menschen aus anderen Gesellschaftsschichten unterstützten die Forderungen, die insgeheim die Frage nach einer gerechten Umverteilung im Staat stellen.
Zum ersten Mal wurde außerdem die Demo komplett in ÖGS übersetzt. Vertreten durch den VÖGS erschienen viele gehörlose Studierende, aber auch gehörlose Nicht-Studis unterstützten die Proteste. Bei der tatsächlichen Demo durch die Straßen war der VÖGS dann schon bald ganz vorne; noch vor dem ersten Transparent [=Tuch, Stoff mit Grund der Demo].
Der Dolmetscher Ferdinand Leszecz und die Dolmetscherin Andrea Rohrauer leisteten unglaublich gute Arbeit und sogar Parolen wie: "Wessen Uni - unsere Uni" und andere wurden gedolmetscht. Aber natürlich haben sich die Gehörlosen nicht versteckt: einige trugen mit anderen, hörenden, das erste und wichtigste Transparent. Dann wurde mitten auf der Straße eine kleine spontane Rede über die Situation der gehörlosen Studierenden abgehalten und viele Anwesenden haben wahrscheinlich ihre erste Gebärde gelernt: Gemeinsam lernte man die "Widerstand"- Gebärde. Plötzlich gab es tausende Menschen, die nicht nur "Widerstand" gegen schlechte Zustände schrien, sondern auch dazu gebärdeten.
Schließlich fand eine Abschlusskundgebung auf einer Bühne statt, in der Barbara Hager und David Dawei Ni auf beeindruckende Art und Weise auf die Missstände auf den Unis hinwiesen. Noch nie war die Österreichische Gebärdensprache so präsent in der Frage der Bildung wie gestern. Danke an alle, die dort waren!
(flo)
Foto: APA
Video: Gebärdenwelt