"GEHÖRLOS ERFOLGREICH STUDIEREN" WURDE DER ÖFFENTLICHKEIT VORGESTELLT
Foto: Gebärdenwelt
Der 9.6.2010 war ein symbolisch wichtiger Tag für die Gehörlosenbildung: der Modellversuch GESTU - Gehörlos erfolgreich studieren - wurde der Öffentlichkeit vorgestellt und hat damit seine eigentliche Geburtsstunde nach etwa 8 Jahre andauernden Wehen erlebt. Den ununterbrochenen Bemühungen des VÖGS, ehrenamtlich mitarbeitenden Personen, PolitikerInnen wie Helene Jarmer, hörenden MitstreiterInnen, DolmetscherInnen, BehindertensprecherInnen wie Marlene Furmann-Ehn und vielen mehr ist es zu verdanken, dass im Österreichischen Bildungsbereich Geschichte geschrieben wird.
Der Präsentationsraum war vollbesetzt von Gehörlosen, Schwerhörigen und auch vielen hörenden SympathisantInnen interessierten sich für die finale Präsentation des Modells. Der Andrang schien enorm und für den Bedarf bezeichnend. Die Erwartung war groß: der Hochschulbereich soll mit diesem Modell schließlich für Gehörlose und Schwerhörige geöffnet werden, Barrieren zum Großteil beseitigt und Bildungseinrichtungen sensibilisiert werden.
Es soll eine Servicestelle eingerichtet werden, die als Ansprechstelle für alle gehörlose und schwerhörige Studierende in allen Belangen des Studiums dienen soll und mit Beratung, Tipps und Infos zur Seite steht. Für acht Gehörlose bzw. Schwerhörige wird es in der Laufzeit des Projekts allerdings besondere Zuwendung geben: mit dem begrenzten Budget werden diesen Auserwählten DolmetscherInnen, TutorInnen, Mitschreibehilfen und Unterstützung bei organisatorischen Arbeiten vom Projekt zur Verfügung gestellt. Für das zweite Projektjahr sind drei weitere Aufnahmen geplant.
Acht Stipendiaten sind nicht viele, weiß auch Wolfgang Zagler, der die Moderation vorgenommen hatte. Aber erstens handelt es sich genau genommen um 8 Studienrichtungen. Denn wenn mehrere Gehörlose das gleiche studieren und die gleichen Lehrveranstaltungen besuchen, besteht kein Mehraufwand für die Organisation. Zweitens ist das Budget leider nicht unbegrenzt; 8 Förderungen sind besser als keine, so die Prämisse [~Aussage nach logischem Sachverhalt].
Kritik im Publikum erregte kurzzeitig die Gemüter, als die Bewerbungsmodalität vorgestellt wurde. Bewerbungen müssen demnach bis 4. Juli 2010 schriftlich beim Team von GESTU eintreffen. Eine Bewerbung, Motivationsschreiben und Lebenslauf wurden ausdrücklich in deutscher Schriftsprache verlangt; ein ÖGS-Video ist zwar möglich, es schien aber nicht erwünscht. Auch nach starken Wortmeldungen dagegen bleibt die Voraussetzung einer schriftlichen Bewerbung.
Für alle, die bei der Projektvorstellung übrigens nicht dabei sein konnten, haben wir im Link unten die Kontaktadresse des GESTU-Teams. Hier kann man sich auf Anfrage alle wichtigen Informationen zu dem Modell holen und seine Bewerbung abschicken.
Der Präsentationsraum war vollbesetzt von Gehörlosen, Schwerhörigen und auch vielen hörenden SympathisantInnen interessierten sich für die finale Präsentation des Modells. Der Andrang schien enorm und für den Bedarf bezeichnend. Die Erwartung war groß: der Hochschulbereich soll mit diesem Modell schließlich für Gehörlose und Schwerhörige geöffnet werden, Barrieren zum Großteil beseitigt und Bildungseinrichtungen sensibilisiert werden.
Es soll eine Servicestelle eingerichtet werden, die als Ansprechstelle für alle gehörlose und schwerhörige Studierende in allen Belangen des Studiums dienen soll und mit Beratung, Tipps und Infos zur Seite steht. Für acht Gehörlose bzw. Schwerhörige wird es in der Laufzeit des Projekts allerdings besondere Zuwendung geben: mit dem begrenzten Budget werden diesen Auserwählten DolmetscherInnen, TutorInnen, Mitschreibehilfen und Unterstützung bei organisatorischen Arbeiten vom Projekt zur Verfügung gestellt. Für das zweite Projektjahr sind drei weitere Aufnahmen geplant.
Acht Stipendiaten sind nicht viele, weiß auch Wolfgang Zagler, der die Moderation vorgenommen hatte. Aber erstens handelt es sich genau genommen um 8 Studienrichtungen. Denn wenn mehrere Gehörlose das gleiche studieren und die gleichen Lehrveranstaltungen besuchen, besteht kein Mehraufwand für die Organisation. Zweitens ist das Budget leider nicht unbegrenzt; 8 Förderungen sind besser als keine, so die Prämisse [~Aussage nach logischem Sachverhalt].
Kritik im Publikum erregte kurzzeitig die Gemüter, als die Bewerbungsmodalität vorgestellt wurde. Bewerbungen müssen demnach bis 4. Juli 2010 schriftlich beim Team von GESTU eintreffen. Eine Bewerbung, Motivationsschreiben und Lebenslauf wurden ausdrücklich in deutscher Schriftsprache verlangt; ein ÖGS-Video ist zwar möglich, es schien aber nicht erwünscht. Auch nach starken Wortmeldungen dagegen bleibt die Voraussetzung einer schriftlichen Bewerbung.
Für alle, die bei der Projektvorstellung übrigens nicht dabei sein konnten, haben wir im Link unten die Kontaktadresse des GESTU-Teams. Hier kann man sich auf Anfrage alle wichtigen Informationen zu dem Modell holen und seine Bewerbung abschicken.
(flo)
Foto: Gebärdenwelt
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