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Jedes zweite Kind hatte schon einen Sonnenbrand
Mittwoch, 18. Mai 2011, 10:43 Uhr
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AKTUELLES
BEIM SONNENBAD NICHT AUF SONNENCREME VERGESSEN
Ob am Pool oder am Strand - Sonnenbaden ist für viele Menschen ein Genuss. Doch manche übertreiben es und bleiben zu lange in der Sonne. Die Folge: Ein schmerzhafter Sonnenbrand.

Gerade der Sonnenschutz für Kinder ist sehr wichtig: Grundsätzlich wissen Österreichs Eltern zwar um die Bedeutung des Sonnenschutzes für ihren Nachwuchs Bescheid, im Detail sind sie aber teilweise recht uninformiert. Da wundert es dann wenig, dass jedes zweite Kind schon vor seinem zehnten Geburtstag einen oder zwei ordentliche Sonnenbrände "ausgefasst" hat.

"Natürlich lieben und brauchen wir die Helligkeit und die Wärme, die uns das Sonnenlicht bringt. Sie stimuliert die Ausschüttung von Wohlfühlhormonen wie Serotonin", erklärt Prof. Eckard Breitbart, zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention. Allerdings genüge es zum Erreichen von "biopositiven Effekte" bereits, zehn Minuten am Tag im Freien zu verbringen. Ein ausgedehntes Sonnenbad sei unnötig.

"Wer sich zu häufig und lange direkter Sonne aussetzt, nimmt gravierende Gesundheitsschäden in Kauf", warnt Breitbart. Sonnenbrände und -allergien seien dabei nur der Anfang. Längerfristig könne eine Überdosierung, der in der Sonne enthaltenen UV-Strahlung irreparable (=nicht wiederherstellbare) DNA-Veränderungen auslösen und damit das Hautkrebsrisiko enorm steigern.

Jüngere Eltern und Mütter nehmen den Sonnenschutz deutlich ernster als ältere Eltern und Väter, wie eine Studie von Marketagent im Auftrag der Drogeriemarktkette dm ergab. Ohne Sonnencreme und Kopfbedeckung lassen Mama und Papa den Nachwuchs bei Sonnenschein kaum ins Freie.

Wenn es aber um längere Aufenthalte in der Sonne oder um den Schutz der Augen geht, sind die Kids durchaus großem Risiko ausgesetzt: Mehr als ein Viertel der Eltern sieht in der Mittagssonne kein Problem, und zwei von fünf schützen die Augen ihrer Kinder nicht. Jeder zweite der Befragten glaubt außerdem, dass der Nachwuchs im Schatten vor der Sonne sicher ist und verwendet dort daher keinen Sonnenschutz. "Dabei kann auch im Schatten noch bis zu 50 Prozent der UV-Strahlung die Haut erreichen, da weiße Wände, Sand oder Wasser diese reflektieren", erläutert Helmut Hintner, Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie Salzburg, im Gespräch mit der APA.

Für den Arzt ist das Ergebnis der Umfrage besorgniserregend, da die Haut vor allem in jungen Jahren sehr empfindlich sei und nur über einen geringen Eigenschutz verfüge. Welcher Lichtschutzfaktor (LSF) der Richtige ist, ist abhängig von der Haut: Bei Kindern und sehr hellhäutigen, sonnenempfindlichen Menschen empfiehlt sich mindestens ein LSF von 30 für den Körper und 50 fürs Gesicht. Das Mittel der Wahl müsse zudem unbedingt einen UVA- und UVB-Filter haben, europäischen Standards entsprechen und noch haltbar sein.

(APA)
Foto: APA
Video: APA

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