Kinder, die vernachlässigt werden, pendeln zwischen akuter Lebensgefahr und nicht adäquater (=angepasster) Versorgung. 53 Prozent der Gefährdungsmeldungen, die 2010 beim Wiener Jugendamt abgeklärt worden sind, waren auf Vernachlässigung zurückzuführen. Der Rest verteilte sich auf psychische Gewalt (29 Prozent), physische Gewalt (16 Prozent) und sexuellen Missbrauch (2 Prozent), wie aus dem Jahresbericht 2010 hervorgeht. Die meisten Mitteilungen an die Behörde kommen von der Polizei, gefolgt von Schulen und Kindergärten. Anonyme Anzeigen sowie Mitteilungen von Spitälern und ÄrztInnen sind eher die Ausnahme.
(APA)
Foto: © Fotolia: romysissi
Video: APA