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Wald speichert deutlich mehr CO2 als angenommen
Freitag, 15. Juli 2011, 10:13 Uhr
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AKTUELLES
STUDIE BELEGT AUCH SCHÄDLICHKEIT DER ABHOLZUNG
Der Wald ist ein deutlich größerer CO2-Speicher als bisher angenommen. Weltweit schlucken die Wälder rund 2,4 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr, das entspricht 8,8 Mrd. Tonnen CO2. Zwischen 1990 und 2007 war das in Summe rund ein Drittel des Kohlenstoffs, der in dieser Zeit durch die Verwendung fossiler Brennstoffe (z.B.: Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas und Erdöl) freigesetzt wurde, berichtet das Wissenschaftsmagazin "Science".

"Die Wälder sind damit praktisch für die gesamte terrestrische (=erdgebunden) Kohlenstoff-Speicherung verantwortlich", erklärte einer der Autoren der internationalen Studie. Andere Landschaften und Landnutzungsformen wie landwirtschaftliche Flächen oder Grasland spielen auf globaler Ebene keine Rolle als CO2-Speicher bzw. seien bestenfalls CO2-neutral, indem sie ebenso viel Kohlenstoff aufnehmen wie sie abgeben, so Anatoly Shvidenko, vom Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien. Im Vergleich: die - vom Menschen noch unbeeinflussten - tropischen Regenwälder seien für die Aufnahme von mehr als einer Milliarde Tonnen Kohlenstoff pro Jahr verantwortlich.

Die bedeutende Rolle der Wälder als globale "Staubsauger" des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 war schon lange klar, die neuen Daten würden aber deren überragende Bedeutung als CO2-Senker belegen, heißt es seitens des IIASA. Die Studie zeigte auch die gravierenden (=schwerwiegend) Effekte der Entwaldung: Durch Abholzung würden jährlich 2,9 Mrd. Tonnen Kohlenstoff freigesetzt. Höher als erwartet ist dagegen der positive Effekt von Wiederaufforstungen, speziell bei den tropischen Regenwäldern.

(APA)
Foto: APA
Video: APA

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