Die Berliner Forscher Matthias Heidenreich und Stefan Lechner haben in einer Studie herausgefunden, dass die Sinneszellen in der Haut ähnlich funktionieren wie die Haarzellen im Ohr. Dabei untersuchten sie spanische und niederländische Familien, deren Angehörige erblich bedingt schwerhörig sind (Typ DFNA2).
Diese erblich bedingte Mutation (=dauerhafte Veränderung des Erbgutes), also der defekte Kanal im Ohr, beeinflusst auch die Sinnenszellen in der Haut. Die ProbandInnen (=Versuchspersonen) reagierten feinfühliger auf langsame, leichte Reize. Bisher war unbekannt warum das so ist. Durch diese Studie weiß man nun, dass der Kalium-Kanal im Ohr wie eine Art Filter funktioniert. Bei den schwerhörigen TeilnehmerInnen fällt jedoch ein Steuerungsmechanismus aus und führt zu der empfindlicheren Wahrnehmung.
Über diese Entdeckung berichten die Forscher in der Zeitschrift "Nature Neuroscience".
(cg)
Foto: Marion Wagner / pixelio.de
Video: Gebärdenwelt
Diese erblich bedingte Mutation (=dauerhafte Veränderung des Erbgutes), also der defekte Kanal im Ohr, beeinflusst auch die Sinnenszellen in der Haut. Die ProbandInnen (=Versuchspersonen) reagierten feinfühliger auf langsame, leichte Reize. Bisher war unbekannt warum das so ist. Durch diese Studie weiß man nun, dass der Kalium-Kanal im Ohr wie eine Art Filter funktioniert. Bei den schwerhörigen TeilnehmerInnen fällt jedoch ein Steuerungsmechanismus aus und führt zu der empfindlicheren Wahrnehmung.
Über diese Entdeckung berichten die Forscher in der Zeitschrift "Nature Neuroscience".
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