Verantwortlich für eine erblich bedingte Gehörlosigkeit ist laut einer neuen Studie das Gen FGF20. Im Versuch mit Mäusen blockierten ForscherInnen in den USA dieses Gen, in weiterer Folge entwickelte sich das Innenohr der Tiere fehlerhaft. Die äußeren Haarzellen im Ohr fehlten und konnten so den Schall nicht verstärken. Auch beim Menschen könnte eine Mutation (=Veränderung) im Gen FGF20 die Haarzellenbildung blockieren und Gehörlosigkeit verursachen.
"Erblich bedingte Gehörlosigkeit trifft zwei bis drei Kinder von Tausend und ist damit eine der häufigsten Erbkrankheiten", schreibt ein Wissenschafter von der Washington University in St. Louis. Das Gen FGF20 reguliert (=steuert) nur die äußeren, nicht aber die inneren Haarzellen. Somit konnte auch bewiesen werden, dass sich innere und äußere Haarzellen unabhängig voneinander entwickeln. Durch die neu gewonnenen Erkenntnisse können vielleicht neue Möglichkeiten gefunden werden, eine künstliche Reparaturfähigkeit der Haarzellen zu aktivieren, hoffen die ForscherInnen.
Das Gen FGF20 muss zu einem bestimmten Zeitfenster in der Embryonalentwicklung aktiv sein, danach sei eine Entwicklung der Haarzellen nicht mehr möglich. Im Gegensatz zu Säugetieren gibt es bei Vögeln und andere Wirbeltiere kein solches Zeitfenster, daher habe sie auch die Fähigkeit, die äußeren Haarzellen im Laufe ihres Lebens zu ersetzten.
"Erblich bedingte Gehörlosigkeit trifft zwei bis drei Kinder von Tausend und ist damit eine der häufigsten Erbkrankheiten", schreibt ein Wissenschafter von der Washington University in St. Louis. Das Gen FGF20 reguliert (=steuert) nur die äußeren, nicht aber die inneren Haarzellen. Somit konnte auch bewiesen werden, dass sich innere und äußere Haarzellen unabhängig voneinander entwickeln. Durch die neu gewonnenen Erkenntnisse können vielleicht neue Möglichkeiten gefunden werden, eine künstliche Reparaturfähigkeit der Haarzellen zu aktivieren, hoffen die ForscherInnen.
Das Gen FGF20 muss zu einem bestimmten Zeitfenster in der Embryonalentwicklung aktiv sein, danach sei eine Entwicklung der Haarzellen nicht mehr möglich. Im Gegensatz zu Säugetieren gibt es bei Vögeln und andere Wirbeltiere kein solches Zeitfenster, daher habe sie auch die Fähigkeit, die äußeren Haarzellen im Laufe ihres Lebens zu ersetzten.
(cg)
Foto: Wikimedia Commons
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