JARMER: DIE UN-BEHINDERTENRECHTSKONVENTION SEI NUR UNZUREICHEND UMGESETZT UND WÜNSCHT SICH IN ZUKUNFT 100 % UNTERTITELUNG
Der Verfassungsausschuss des Nationalrats hat die Beratungen über das neue ORF-Gesetz begonnen. In Form eines öffentlichen Hearings diskutierten Abgeordnete und ExpertInnen über ein von der Regierung vorgelegtes Gesetzespaket. Dieses soll den öffentlich-rechtlichen Auftrag des ORF präzisiert und dessen Finanzierung sicherstellen. Weiters soll mit der KommAustria eine unabhängige Medienbehörde eingerichtet werden.
Aus dem Pressetext sind nun die Ergebnisse des Hearings zum Thema Barrierefreiheit zusammengefasst. Eine genaue Stellungnahme zur Situation vom Österreichischen Gehörlosenbund findet sich auf ebendieser Homepage bzw. im Link unterhalb des Texts.
In einer Sitzung des Hearings stand die Fragestellungen vor allem auch die Barrierefreiheit des
bestehenden ORF-Angebots zur Diskussion. Abgeordneter Franz-Joseph Huainigg wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Homepage des ORF keineswegs barrierefrei gestaltet sei. Außerdem wären nur für einen Bruchteil der ausgestrahlten Sendungen Untertitel verfügbar.
Huainigg zufolge könnten derzeit nämlich nur 31 % von ORF1 und ORF2 mit Untertiteln gesehen werden. Er wollte daher wissen, welches zeitliche Ziel Wrabetz zur Umsetzung der Barrierefreiheit ins Auge fasse. In der Stellungsnahme des ÖGLBs ausgearbeitete Etappenplan sieht eine machbare vollständige Untertitelung des Angebots bis 2014 vor.
Abgeordnete Helene Jarmer beurteilte die Fortschritte auf dem Gebiet der Barrierefreiheit positiv, hob aber hervor, dass es weitere Bemühungen geben muss. Die diesbezüglichen Bestimmungen der vorliegenden Gesetzesänderung müssten umformuliert werden, so Jarmer, da man u.a. keinen schrittweisen Anstieg des barrierefreien Angebots festgeschrieben habe. Auch sei es nicht gerecht, dass behinderte Menschen die vollen Gebühren bezahlen müssten aber nur einen Bruchteil des ORF-Angebots nutzen könnten. Österreich setze auf diesem Gebiet die UN-Behindertenrechtskonvention nur unzureichend um, so das Fazit der Abgeordneten. Dass die Gesetzesänderung keine Festschreibung der Aufnahme von Behindertensport in den Sportspartenkanal des ORF umfasst, sei bedauerlich.
Staatssekretär Josef Ostermayer bekräftigte das Ziel, Angebote barrierefrei zu gestalten und hielt fest, dass diesbezügliche Maßnahmen bereits eingeleitet wurden. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz kündigte an, 1,2 Mio. # für diesen Bereich zur Verfügung zu stellen.
Um die Informationen rund um das Thema Barrierefreiheit für Gehörlose im ORF abzuschließen, empfehlen wir den Link unterhalb des Texts.
Aus dem Pressetext sind nun die Ergebnisse des Hearings zum Thema Barrierefreiheit zusammengefasst. Eine genaue Stellungnahme zur Situation vom Österreichischen Gehörlosenbund findet sich auf ebendieser Homepage bzw. im Link unterhalb des Texts.
In einer Sitzung des Hearings stand die Fragestellungen vor allem auch die Barrierefreiheit des
bestehenden ORF-Angebots zur Diskussion. Abgeordneter Franz-Joseph Huainigg wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Homepage des ORF keineswegs barrierefrei gestaltet sei. Außerdem wären nur für einen Bruchteil der ausgestrahlten Sendungen Untertitel verfügbar.
Huainigg zufolge könnten derzeit nämlich nur 31 % von ORF1 und ORF2 mit Untertiteln gesehen werden. Er wollte daher wissen, welches zeitliche Ziel Wrabetz zur Umsetzung der Barrierefreiheit ins Auge fasse. In der Stellungsnahme des ÖGLBs ausgearbeitete Etappenplan sieht eine machbare vollständige Untertitelung des Angebots bis 2014 vor.
Abgeordnete Helene Jarmer beurteilte die Fortschritte auf dem Gebiet der Barrierefreiheit positiv, hob aber hervor, dass es weitere Bemühungen geben muss. Die diesbezüglichen Bestimmungen der vorliegenden Gesetzesänderung müssten umformuliert werden, so Jarmer, da man u.a. keinen schrittweisen Anstieg des barrierefreien Angebots festgeschrieben habe. Auch sei es nicht gerecht, dass behinderte Menschen die vollen Gebühren bezahlen müssten aber nur einen Bruchteil des ORF-Angebots nutzen könnten. Österreich setze auf diesem Gebiet die UN-Behindertenrechtskonvention nur unzureichend um, so das Fazit der Abgeordneten. Dass die Gesetzesänderung keine Festschreibung der Aufnahme von Behindertensport in den Sportspartenkanal des ORF umfasst, sei bedauerlich.
Staatssekretär Josef Ostermayer bekräftigte das Ziel, Angebote barrierefrei zu gestalten und hielt fest, dass diesbezügliche Maßnahmen bereits eingeleitet wurden. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz kündigte an, 1,2 Mio. # für diesen Bereich zur Verfügung zu stellen.
Um die Informationen rund um das Thema Barrierefreiheit für Gehörlose im ORF abzuschließen, empfehlen wir den Link unterhalb des Texts.
Textquelle: OTS
(flo)
Foto: orf.at
Video: Gebärdenwelt
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